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Änderung der Lokalisierung bei der Google-Suche

Alle Suchergebnisse bei Google sind personalisiert und lokalisiert, d.h. Google ermittelt neben allen möglichen persönlichen Daten (Sprache, Computertyp, Betriebssystem etc.) auch den bevorzugten Standort. Wer also regelmäßig die deutsche Google-Version google.de aufgerufen hat, bekommt auch im Ausland nicht die dortige Version, sondern immer die .de-Version der Suchmaschine. Das hat Google nun geändert: Ab sofort liefert Google abhängig vom aktuellen Standort die Ergebnisse der jeweils lokalen Google-Version. Das heißt,  wer Urlaub in Italien macht, bekommt bei einer Google-Recherche nun die Ergebnisse von google.it. Angeblich werden die Suchergebnisse für die NutzerInnen dadurch noch relevanter.

Die Änderung gilt für die Desktop-Suche und für die mobile Suchmaschine sowie die Google-Apps für iOS und für Maps. Wer auch künftig dauerhaft auf die deutsche Suche zugreifen will, der kann das in den Einstellungen so definieren.

Rolle rückwärts: Google revolutioniert sein Outfit

Seit 1996 sieht die Google-Suche eigentlich immer aus, wie sie immer aussah: Eine blanke Seite, ein Google-Logo, das über die Jahre ein paar Updates erfahren hat, und die Suchleiste. die Frugalität dieser Optik machte gegenüber den überladenen Webportalen der Internet-Frühzeit sicherlich den Charme und damit den Erfolg von Google aus. Doch damit soll es sich nun haben: In nächster Zeit will Google die Seite für die Websuche radikal verändern.

Künftig soll auch dem normalen Google-Nutzer, der einfach nur nach ein paar Keywords suchen möchte, eine neue „User Experience“ ermöglicht werden. Das meldet die britische Tageszeitung Guardian.  Auf KI-Analysen beruhende personalisierte News- und Info-Angebote sollen um die Suchleiste drapiert werden.

In der Google-App für Android-Smartphones (dieses mobile Betriebssystem ist von Google entwickelt worden) ist dies schon seit 2012 so. Nun soll auch die Desktopsuche und die iOS-Version entsprechend umgebaut werden. Google nähert sich damit mehr dem Layout früherer Webportale an. Es ist zu bezweifeln, ob das so wünschenswert ist.

Wer mit der neuen Google-Suche nicht glücklich ist, dem sei gesagt, dass es reichlich Alternativen zu dieser Suchmaschine gibt. Eine kleine kommentierte Auswahl habe ich hier zusammengestellt.

Neues Buch: Google & mehr – Onlinerecherchen

Im UVK-Verlag ist jüngst der Band Google & mehr: Online-Recherche. Wie Sie exakte Treffer auf Ihre Suchanfragen erhalten erschienen. In Zeiten des »information overloads« hat sich der Begriff der Recherche nachhaltig verändert: Bei Onlinerecherchen geht es heute nicht mehr darum, so viele Informationen wie möglich zu finden, sondern im Gegenteil nur noch so wenige, wie nötig. Aus den abertausenden Treffern, die Google & Co. einem heute bieten, müssen die treffendsten herausgefiltert werden. Dabei helfen erweiterte Sucheinstellungen, Operatoren und manchmal auch sogenannte »Google Hacks«, mit denen die Suchmaschine sich überlisten lässt. Und jenseits von Google gibt es eine große Zahl an Spezialsuchwerkzeugen im Internet, mit denen der User die Suche nach Dateien, Geo-Informationen, Musik, wissenschaftlichen Arbeiten etc. zielgenau verbessern kann. Eines der Zauberwörter im digitalen Zeitalter ist der Datenjournalismus: Der vorliegende Band geht insbesondere darauf ein, wie ganze Datensätze sich im Internet recherchieren und weiterverarbeiten lassen, und zwar bis hin zu geheimen Daten, Passwortlisten und anderem sicherheitsrelevantem Material. Viele journalistisch relevante Informationen lassen sich online nur noch ergattern, wenn man anonym unterwegs ist: Der Band zeigt darum, wie man mit dem Anonymisierungswerkzeug TOR unerkannt im Netz recherchieren kann. Tipps zu Recherchen mit dem Smartphone, zu In-App-Recherchen in Officeprogrammen und zu kollaborativen Recherchen über Cloud-Speicher-Dienste runden den Überblick ab. 

Das Buch kostet 14,99 Euro und ist in jedem Buchhandel und online erhältlich. Weitere Informationen gibt es auf der Verlagsseite von UVK:

Hektor Haarkötter: Google & mehr – Onlinerecherche.

MetaGer: Deutsche Suchmaschine ändert Design

Die deutsche Meta-Suchmaschine MetaGer hat ihr Design und damit auch die Benutzerschnittstelle grundlegend überarbeitet. Neuerdings ist die Suchmaschine ähnlich simpel zu bedienen, wie man das von anderen Suchmaschinen wie z.B. Google längst gewohnt ist. Gerade die Einfachheit des Webdesigns hat ja zum großen Erfolg von Google beigetragen. Auch auf der Suchseite von MetaGer ist nun erst einmal fast nur die Suchzeile und ein Such-Button zu finden.

MetaGer_neu_2015

Eine Meta-Suchmaschine hat in der Regel keinen eigenen Index, sondern sammelt die Suchergebnis von einer größeren Zahl anderer Suchmaschinen. Das ist dann hilfreich, wenn man mit Google & Co. alleine im Internet nicht fündig wird oder sehr spezielle Suchanfragen hat (z.B. wissenschaftlicher Art). Auf welche Suchdienste MetaGer zurückgreift, kann man sehen, wenn man vom neuen Design in die „Klassische Version“ zurückwechselt. Hier kann man sogar per Mausklick auswählen, welche anderen Suchdienste MetaGer nutzen soll:

Metager_alt

Die erste Meta-Suchmaschine überhaupt war die amerikanische metcrawler.com, die 1996 ins Leben gerufen wurde und heute unter der Adresse www.zoo.com zu finden ist. MetaGer ist eine Entwicklung des SUMA eV – Vereins für freien Wissenszugang in Kooperation mit der Leibniz-Universität Hannover und startete ebenfalls bereits 1996. Neben der Metasuchfunktion hat die Nutzung von MetaGer noch andere Vorteile: So speichert die Suchmaschine keinerlei Nuterzdaten und anonymisiert die IP-Adressen. MetaGer hat auch einige Funktionen, die viele andere Suchmaschinen nicht kennen, z.B. eine Code-Suche für Programmiercode.