Suchmaschinen

Computer und Internetrecherchen haben sich im journalistischen Arbeitsalltag zwar längst etabliert , Journalisten aber lassen andererseits die grundlegenden Fertigkeiten im Umgang damit häufig vermissen. Experimente haben gezeigt, dass nur 20 Prozent der Nutzer ausgefeiltere Recherchemöglichkeiten wie Suchoperatoren verwendeten, 51 Prozent der Nutzer kannten diese nicht einmal (Machill u. a. 2003: 233). Der amerikanische Google-Experte und Mitbegründer der Zeitschrift Wired John Battelle geht davon aus, dass 95 Prozent der Nutzer niemals die Funktionen der „erweiterten Suche“ genutzt haben und dass „dieser Anteil geringe bis keine Chancen hat zu schrumpfen“ (Battelle 2005: 38). Journalisten haben nicht nur große Probleme, die richtigen Suchbegriffe für eine effiziente Suche auszuwählen, sie verlieren sich anschließend auch in der großen Zahl von Suchergebnissen, indem sie erfolglos einer Vielzahl von Links folgen (Machill u. a. 2007: 14). Was Journalisten lernen müssen, ist, mit den richtigen Suchbegriffen unter Nutzung einer verfeinerten Suchmethodik eine handhabbare Zahl von Suchergebnissen zu erzielen. Googeln kann jeder. Wollen Journalisten mit ihren Internetrecherchen ihren eigenen Lesern und Nutzern etwas voraushaben, müssen sie zu Internetrecherche-Profis werden. Andernfalls wird der Gatekeeper-Status in Zukunft kaum mehr haltbar sein. Auf dieser Seite werden in einer Präsentation die grundlegenden Verfahrensweisen im Umgang mit Google erläutert (in englischer Sprache), und sodann diverse Alternativen zum Suchmaschinengiganten aus Kalifornien vorgestellt.

Scientific Google Research Workshop

Hier eine Google-Präsentation, die im Rahmen der internationalen Fachtagung “Re-Inventing Journalism” in Winterthur (CH) gehalten wurde. Es handelte sich um die Jahrestagung der Fachgruppe Journalismusforschung innerhalb der DGPuK.

Alternative Suchmaschinen: Allgemeines

Trotz der Monopolstellung von Google gerade in Westeuropa und Deutschland (in anderen Weltregionen sieht es zum Teil ganz anders aus) gibt es gute Gründe, auch alternative Suchmaschinen zu nutzen. Zum Beispiel ist das „User Tracking“ von Google, also die Aufzeichnung jeder Suchhistorie und jeder Surfbewegung, nicht oder nicht immer im Interesse von JournalistInnen. Technologien wie Google Instant führen zudem, wie der Webaktivist Eli Pariser es formuliert hat, in eine „filter bubble“, in eine Filterblase, in der nur noch gefunden wird, was schon gesucht wurde. Exklusive Stories sind auf diese Weise nicht zu ergattern. Für spezielle Suchanfragen und Einsatzgebiete gibt es darüber hinaus auch spezialisierte search engines, die häufig besser arbeiten als Google. Hier zuerst eine kleine Revue mit general interest-Suchmaschinen:

yahoo!  war der erste Abb 7_02 Suchmaschine und Portal Yahooechte Internetgigant, bevor Google kam. Bis heute versucht yahoo!, mehr Portal als nur Suchmaschine zu sein und mit allerlei Zusatzangeboten die User auf der eigenen Seite zu halten. Die Besonderheit bei yahoo! ist, dass anders als bei Google auch die Operatoren and (+) und and not eingesetzt werden können. Außerdem hat yahoo! kein Limit bei der Anzahl der Suchwörter, es können also auch mehr als 32 Suchbegriffe gleichzeitig recherchiert werden.

Bing  ist die SuchmaAbb 7_01 Microsofts Suchmaschine Bingschine, mit der die Softwarefirma Microsoft seit 2009 Google direkt den Kampf angesagt hat. Durch strukturierte Ergebnisseiten soll gegenüber dem Marktführer ein Mehrwert geschaffen werden. Dabei bemüht sich Microsoft, mit allerlei Zusatzsuchdiensten wie einem eigenen Karten-, Bilder- und Videoangebot zum Marktführer Google aufzuschließen. Als kleine Extravaganz bietet bing an, dass sich direkt nach IP-Adressen recherchieren lässt. Mit dieser Methode lässt sich z. B. herausfinden, welche Domains auf ein und demselben Server zu finden sind. Außerdem bietet Bing einen eigenen Suchoperator für RSS-Feeds. Der Suchterm [feed:palästina] findet also Kanäle, die Nachrichten und Informationen zu Palästina sammeln.

SucAbb 7_03 Suchmaschinen-Alternativen DuckDuckGo und StartPagehmaschinen wie Startpage oder Duckduckgo legen vor allem Wert auf Datenschutz und zeigen, dass sinnvolle Suchanfragen auch ohne User Tracking möglich sind. Deswegen sind sie besonders in der Hackerszene sehr beliebt. Duckduckgo wurde vom amerikanischen MIT-Absolventen Gabriel Weinberg gegründet und greift neben der eigenen Search Engine auch auf die Dienste anderer Suchmaschinen zurück. Deswegen wird duckduckgo auch als Hybridsuchmaschine bezeichnet. In sogenannten „Zero-click-Boxen“ werden Antworten auf entsprechend erkannte Fragen direkt auf der Ergebnisseite gegeben, ohne dass Links auf externe Webseiten gefolgt werden müsste. Zu den vielen sinnvollen Funktionen des Suchdienstes gehört auch die, Shopping-Seiten von vornherein aus den Suchergebnissen herausfiltern zu können. Webseiten, die hauptsächlich Inhaltsmühlen oder Linkfarmen darstellen, wie demand medias (ehow.com), werden ebenfalls herausgefiltert, da Weinberg sie für schlechte Qualität hält, „ausschließlich dafür erstellt, die Seite beim google-Suchindex weit nach oben zu bringen“.

Startpage basiert auf dem Metasuchdienst Ixquick aus Holland. Eine Metasuchmaschine ist ein Dienst, der selbst keine Crawler oder Spider durchs Internet schickt, sondern die Ergebnisse vieler anderer Suchmaschinen durchforstet und zusammenfasst. Auch bei startpage steht der Datenschutzgedanke im Vordergrund. startpage lässt einen Zugriff auf den Suchindex von google zu, umgeht dabei aber die User-Erfassung. Es werden weder die IP-Adressen der Nutzer erfasst, noch Cookies auf dem Computer hinterlassen. Ein kostenloser Proxy-Server ermöglicht sogar kostenlos das anonyme Surfen durchs Internet.

Qwant ist eiQwant Suchmaschinene Suchmaschine, die vom gleichnamigen französischen Unternehmen entwickelt wurde und ebenfalls mit strengen Datenschutzbestimmungen wirbt. Die Ergebnisseite von Qwant ist in mehrere Spalten aufgeteilt. Neben der klassischen Internetsuche sind die Rubriken Live für Informationen von Nachrichtenseiten und Social für Informationen aus der Wikipedia oder aus den Sozialen Netzwerken optisch getrennt angezeigt. Es gibt auch eine Rubrik für Werbung. Am oberen Bildrand sind Ergebnisse aus Video- und Bilddateien angeführt.

MetasucMetaGer_neu_2015hmaschinen können sehr wertvoll für die journalistische Recherche sein. Was Metasuchmaschinen angeht, kommt eine der besten geradewegs aus Deutschlazoo_comnd. Die Informatiker der Universität Hannover pflegen Metager. Die neue Startseite von Metager sieht nicht mehr viel anders aus als das „naked design“ von Google. Über die „klassische Version“ erreicht man die „persönlichen Einstellungen“. Hier ist zu sehen, auf welche Vielfalt von Internetressourcen dieser Dienst zugreift, und diese sind nach den persönlichen Präferenzen aus- und abwählbar. Auch Metager verzichtet auf die Speicherung jeglicher personenbezogener Daten bei der Internetrecherche. Metager bietet mit „Code-Search“ auch die Möglichkeit, im Internet direkt nach Programmiercode zu suchen. Vorbild für Metager war die amerikanische Meta-Suchseite Metacrawler, die heute unter zoo.com firmiert.

Dmoz.org ist edmoz screenshotin Webverzeichnis und damit heutzutage fast eine Besonderheit. In den Anfangstagen des WWW in den 1990er Jahren waren Webverzeichnisse der Standard bei Suchmaschinen: Redaktionen sichteten Websites und kategorisierten sie nach Schlüsselwörtern. Wer also „Robert Redford“ suchte, fand ihn unter „Schauspieler/männlich/US-amerikanisch/blond“. Googles Prinzip des Pagerank hat mit den Webverzeichnissen aufgeräumt, weil das Internet schlicht zu groß geworden ist. Dmoz wird vom Open Directory Project betrieben. Ehrenamtliche RedakteurInnen tragen hier die Informationen zusammen. Die Abkürzung steht für „Directory Mozilla“, weil die Mozilla Foundation hinter dem Projekt steckt, die beispielsweise auch den Internetbrowser Firefox herausgibt.

Dyandex_screenshotass es nicht immer Google sein muss, beweisen Rußland und Osteuropa, wo die Suchmaschine Yandex der Suchmaschine aus Kalifornien wichtige Marktanteile abgenommen hat. In Rußland hat Yandex einen Marktanteil von über 60%. Yandex hat einen eigenen Such-Index und funktioniert in verschiedenen Sprachen. Es gibt auch einen eigenen Browser, einen Emailservice und viele andere digitale Angebote.

 Weitere allgemeine Suchmaschinen sind:

 

Spezial-Suchmaschinen

Es gibt spezielle Suchmaschinen, die besondere Bedürfnisse abdecken, besondere Ressorts und Fragen abdecken oder eigene Technologien einsetzen. Viele dieser search engines führen schneller zu besseren Ergebnissen als Google & Co.

Presse- und Nachrichten-Suchmaschinen

JournalistischPaperball_screene Texte sind oft die erste Quelle für die Recherche. Früher war das Leben da einfacher: Man las Spiegel und Süddeutsche, die Wochenzeitung Die Zeit und, wenn es sich nicht verpressinimeiden ließ, die Bild, und dann war man ungefähr auf dem Wissensstand, den alle anderen Journalisten auch hatten. Heute hat man im Internet Zugriff auf Myriaden von journalistischen Inhalten. Sich darin zurechtzufinden, muss nicht zwangsläufig mit News-Aggregatoren wie Google news gwagoneschehen. Spezialisierte Suchmaschinen wie paperball.de, wagon.de oder pressini.de bieten Zugriff auf die kostenlosen journalistischen Angebote im Netz, häufig mit sehr intelligenten Filtermöglichkeiten. Viele Zeitungen und Magazine bieten darüber hinaus ganz oder auszugsweise ihre eignen Archive auf den hauseigenen Webseiten an. Bei Spiegel online etwa kann man Spiegelartikel bis in die 1940er-Jahre recherchieren, ein großer Teil davon liegt als PDF-Dokument im Originallayout vor.

geniosWer bereit ist, für die professionelle Recherche journalistischer Inhalte etwas Geld zu bezahlen, ist bei den Diensten genios.de und lexisnexis.de am besten bedient. Große Medienhäuser oder Rundfunkanstalten besitzen in der Regel den Zugang zu einer dieser Datenbanken. lexisnexisGenios ist ein deutscher Anbieter elektronischer Presse-, Unternehmens- und Wirtschaftsinformationen und im Besitz von Frankfurter Allgemeiner Zeitung und der Verlagsgruppe Handelsblatt. LexisNexis ist ein internationaler Anbieter, der neben Volltextdatenbanken von journalistischen Periodika auch viele Wirtschaftsinformationen und Fachdatenbanken anbietet.

Video- und Bilder-Suche

blinkxAuch bei der Suche nach bewegten Bildern muss es nicht immer der Google-Dienst Youtube sein. blinkx.com und vimeo.de sind andere Videoplattformen im Internet, auf denen man teils ohne die Restriktionen von youtube nach Filmausschnitten suchen kann.

tineye Die Bildersuche im Internet ist für Journalisten besonders wichtig, da heute im Netz ein großer Bilderpool zur Verfügung steht, der auch in der Presse, im eigenen Onlinemagazin oder Blog genutzt werden kann. Neben den Bilder-Suchseiten von Google und Yahoo! hat sich die schwedische Firma picsearch.de als drittgrößte Bildersuchmaschine im Internet etabliert. tineye.com ist eine reverse Bildersuche, das heißt, wenn man ein Foto hochlädt, sucht diese Bildersuchmaschine nach ähnlichen Motiven. Soziale Netzwerke, in denen sich Fotografen treffen, wie fotocommunity.de oder flickr.com bieten natürlich auch eine Fundgrubepixabay an Bildmaterial. Die deutsche Bilderdatenbank pixelio.de versammelt mittlerweile mehr als eine halbe Million Fotos, die unter verschiedenen Lizenzbedingungen, aber zumeist frei genutzt werden können. Auch pixabay.de bietet gemeinfreie Fotos an.

Die Search Engine cc search ist ein mächtiges Werkzeug, das verschiedene frei verfügbare Suchmaschinen und Datenbankenccsearch und Netzwerke nicht nur nach gemeinfreien Bildern und Fotos absucht, sondern auch nach Sounds und Videos. CC steht für „creative commons“. Das ist eine amerikanische Initiative, die Lizenzmodelle entwickelt hat, mit denen ein Autor der Öffentlichkeit auf einfache Weise Nutzungsrechte an seinen Werken einräumen kann.

Sound und Musik suchen

sonotonJemand sucht für einen aktuellen Videobeitrag, ein Hörfunkfeature oder eine Multimediareportage nach Sounds und Musik? Auch hier gibt es im Internet eine große Auswahl. sonoton.de ist ein kommerzieller Anbieter von Industriemusik, die als Hintergrundmusik bei Film und Fernsehen ausgesprochen beliebt ist. Journalisten müssen bei sonoton keinen Cent bezahlen und bekommen eine riesige Auswahl von Musiken, Atmos und Geräuschen kostenlos über das Netz und auf Wunsch sogar auf Audio-CD geschickt. Finanziert wird das ausschließlich über die GEMA-Gebühren, die bei jeder Ausstrahlung des Beitrags fällig werden. Auch ubm-media.com funktioniert nach dem gleichen Prinzip.

Für soundjaxdie Musik- und Soundrecherche bieten sich auch findsounds.com oder soundjax.com an. Der Musiksuchdienst musgle.com beschreitet einen eigenwilligen Weg: Er nutzt die search engine von Google, modifiziert sie aber so, dass nur musikalisch relevante Ergebnisse ausgegeben werden.

Innovativ sind Musiksuchdienste wie midomi.com oder shazam.com. Letzterer ist vor allem durch seine Smartphone-App bekannt geworden und so populär, dass er mittlerweilemidomi ins iPhone-Betriebssystem integriert ist. Es handelt sich dabei um klanggesteuerte Musiksuche: Bei midomi singt oder summt man mittels eines am PC angeschlossenen Mikrofons die Melodie, die einem durch den Kopf geht, und der Suchdienst verrät, um welchen Titel es sich handelt.

jamendoEs gibt einige Internetseiten, die sich auf rechtefreie Musiken spezialisiert haben, für die also auch keine GEMA-Gebühren fällig werden und mit denen z.B. Podcasts oder Multimediareportagen unterlegt werden können. Dazu zählten zum Beispiel Jamendo oder die Website gemafreie-welten.de.

Wissenschaftliche Suche

Abb 7_05 Wissenschaftliche Suchmaschine WolframAlphaDie Suchmaschine Wolframalpha geht einen grundsätzlich anderen Weg, um Informationen aus dem Internet aufzubereiten. Die Suchmaschine wurde von dem britischen Mathematiker und Physiker Stephen Wolfram entwickelt, der bereits mit der Software „Mathematica“ eines der meistgenutzten mathematisch-naturwissenschaftlichen Programme geschaffen hat. Wolframalpha stellt in der Regel keine Links zu anderen Webseiten her, sondern bereitet die gesuchten Informationen, bevorzugt aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich, übersichtlich auf der eigenen Seite auf.

Worldwidescience.org durcworldwidescience_screenhsucht weltweit wissenschaftliche Datenbanken und andere Ressourcen und ist in mehreren Sprachen verfügbar. Das Portal wird vom Office of Scientific and Technical Information (OSTI, Amt für wissenschaftliche und technische Informationen) des US-Energieministeriums (DOE) betrieben, und baut auf dem US-amerikanischen Wissenschaftsportal science.gov auf.

Auch scienceresearch.com ist eiscienceresearch_screenne Suchmaschine, die sich auf wissenschaftliche Daten spezialisiert hat. Scienceresearch hat sich insbesondere auf deep web-Suche spezialisiert. Suchergebnisse können direkt in einen Zitate-Reader heruntergeladen werden.

CiteSeerX ist eCiteseerx_screenine Suchmaschine und Literaturdatenbank für frei zugängliche wissenschaftliche Informationen im Internet. Sie umfasst über 720.000 Dokumente hauptsächlich aus den Fachbereichen Informatik und Informationswissenschaft.

Geographische Informationen

Auch zu Google Earth gibt es Ageonameslternativen. Die schon erwähnte Suchmaschine wolframalpha.com hat Stärken in der Darstellung geografischer Informationen. Daneben gibt es Internetdienste, die komplett auf Geodaten spezialisiert sind. geonames.org und mapquest.com bieten ähnlich wie tagzania.com eine Vielzahl an geografischen Daten, Kartenmaterial und vieles mehr.

Emeteoraine Suchmaschine, die sich ganz auf die Themen Reisen und Tourismus spezialisiert hat, ist meteora.de. Die Suchmaschine findet Reiseinformationen zu Ländern und Städten, Angebote von Reiseveranstaltern, Unterkünfte, wie Hotels, Pensionen und Ferienhäuser, und zahlreiche allgemeine Informationen zu Urlaub und Tourismus.

 Personensuche

Eiyasnine (journalistische) Geschichte zu erzählen, heißt, vom Konflikt zwischen Personen zu erzählen. Der Personenrecherche kommt darum besondere Bedeutung zu. Es gibt verschiedene Dienste im Internet, die nach Personen suchen können. In der Regel sammeln Dienste wie yasni.de  Informationen zu bestimmten Namen aus externen Quellen und sind darum eigentlich auch nichts anderes als Metasuchmaschinen oder Metacrawler. Laut AGOF-Studie belegt yasni.de zwar Platz 29 der deutschen Internet-Angebote. Kritiker monieren jedoch, dass diese Stellung auch durch nicht ganz korrekte Formen der Suchmaschinenoptimierung ergattert worden sein könnte. Auch datenschutzrechtlich ist Yasni umstritten.

I411_comm englischsprachigen Raum gibt es eine ganze Reihe von people search engines. Spokeo.com sucht nach Namen, Telefonnummern, Email- und Postadressen. Auch peoplesmart.com oder 411.com bieten ähnlichen Service. Peoplesmart bietet auch eine Funktion, um nach Vorfahren zu suchen, 411.com offeriert die Suche nach entfernten Verwandten. Ein Dienst, der sich vor allem auch an gewerblichinteliuse Kunden richtet, ist intelius.com. Der kostenpflichtige Service (z. Zt. 19,95 $ mtl.) verspricht, neben Adressen und Adreßhistorie, Telefonnummern und social media-Auftritten auch nach Einkommens- und Eigentumsverhältnissen, Heirats- und Scheidungsdaten, polizeilichen und gerichtlichen Einträgen sowie Insolvenzen zu suchen.

Dienamechk Website namechk.com sucht nach Nutzernamen in einer Vielzahl sozialer Netzwerke. Was ursprünglich vielleicht dazu gedacht war, seinen Wunschnamen als Alias in einem Social Network verwenden zu können, kann heute auch zur Personenrecherche eingesetzt werden. Mit Namechk kann man z.B. herausfinden, ob jemand in verschiedenen Netzwerken denselben Spitznamen verwendet.

stayfriendsIm journalistischen Alltag ist oft auch wichtig, wer einem über eine bestimmte Person etwas erzählen kann. Hier sind im Internet Dienste wie stayfriends.de hilfreich. Stayfriends will eigentlich dazu da sein, ehemalige Klassenkameraden aus Schulzeiten wiederzufinden, und ist heute eine Tochterfirma des Diensts classmates.com, der im englisch-sprachigen Raum das gleiche anbietet. Aber auch Journalistinnen können über diesen Dienst die KlassenkameradInnen einer Zielperson aufspüren, und das sind oft genau die Personen, die besonders intime Details aus der Vergangenheit kennen. Für Journalisten eine unerschöpfliche Quelle.

Lokale Suche

klicktelWirklich spannenden Geschichten spielen bekanntlich zuhause. Wer also wirklich spannende Informationen recherchieren will, ist auf lokale Informationen angewiesen. Wie vormals in der analogen Welt ist auch im Internet gelbeseiten.de eine gute Adresse. Ähnliche Ergebnisse bietet klicktel.de. Die lokale Suche von Yahoo! hat sich ganz auf regionale Information verlegt. Suchen.de ist eine deutsche Suchmaschine, die sich auf die lokale Suche spezialisiert hat.

onlinestreetGanz auf die Suche nach regionalen Dienstleistern konzentriert ist die Suchmaschine kennstdueinen.de. Die Website onlinestreet.de basiert auf Nutzervorschlägen und bietet neben einem Webkatalog auch ein Straßenverzeichnis und Informationen zu Bankleit- und Postleitzahlen. Ein klassischer Webkatalog, der Informationen auf Länder- und Städteebene auflistet, ist dasverzeichnis.info.

Auf internationezilonaler Ebene kann Yellowweb als einer der Marktführer angesehen werden. Ezilon hat ebenfalls einen internationalen Anspruch, man kann länder- oder auch kontinentweit seine Suche verfeinern. Die Website Dreamsubmit bietet eine Übersicht über regionale Suchmaschinen weltweit.

Einige auf die lokale Suche spezialisierte search engines wie neomo.de oder findo.de haben mittlerweile aufgegeben oder sich umfirmiert: Die Marktmacht von Google & Co. ist offenbar zu groß, um als Suchmaschinenanbieter kommerziell bestehen zu können. Journalistisch ist das durchaus bedauerlich.

 Global denken, lokal recherchierenWenn es um Kommunalpolitik geht, kommt der Journalist nicht um Stadt- und Gemeindeverwaltungen herum. Der Deutsche Städtetag hat auf seiner Webseite eine Liste aller seiner Mitgliedskommunen inkl. Internetadressen erstellt:
http://www.staedtetag.de/mitglieder/index.htmlInformationen und Ansprechpartner erster Klasse findet man natürlich auch bei den Kollegen der 347 Tageszeitungen, die es in Deutschland gibt. Eine Liste aller Zeitungen nebst ihrem Internetauftritt hat der Bund der Deutschen Zeitungsverleger (BDZV) veröffentlicht:
http://www.bdzv.de/zeitungen-online/zeitungswebsites/Auf Bundesland- und Regionalebene gibt es einige Informationsanbieter, die in ihrem Bereich weiterhelfen können. Dazu zählen:

Ökologisch suchen

Abb 7_09 Oekologisch suchen mit EcosiaNachhaltigkeit ist auch in Medienhäusern und im Journalismus mittlerweile ein Thema. Darum haben sich Programmierer von Suchmaschinen Gedanken gemacht, wie die Internetsuche ökologischer gestaltet werden könnte. ecosia.org verspricht ökologisches Surfen. Die Einnahmen von Ecosia, das sich als „social business“ versteht, werden für den Schutz der Regenwälder gespendet. Ecosia wird dabei von Bing, der Suchmaschine von Microsoft, und Yahoo! unterstützt.

Abb 7_10 Suchen bis einem schwarz wird_BlackleDie Suchmaschine blackle.com greift auf die search engine von Google zurück, das aber vor einem schwarzen Hintergrund. Bedenkend, dass die Suchseite eine der meistbesuchten Seiten im Internet ist, lässt sich der Stromverbrauch im Sinne der „green IT“ von Laptops dadurch beachtlich senken. Noch ein letzter Tipp: Drastische Energieeinsparung erreicht man, wenn man an dieser Stelle mal den PC ausschaltet und die Recherchen in der Eisdiele um die Ecke fortsetzt …

 

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3 Gedanken zu „Suchmaschinen

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