Offener Haushalt

Bildschirmfoto 2015-07-17 um 18.07.02Wofür gibt der Staat, wofür geben die Kommunen eigentlich Geld aus? Was sind die vielzitierten „finanziellen Spielräume“, die die ebenfalls vielzitierte „öffentliche Hand“ zur Verfügung hat? Auf diese Frage gibt die Website offenerhaushalt.de eine Antwort. Das Projekt, das von der Open Knowledge Foundation betrieben wird, hat die Finanzdaten von Bund, Ländern und Gemeinden recherchiert und stellt sie sehr übersichtlich in Kacheloptik dar. Auf diese Weise dient der „Offene Haushalt“ selbst als Ausgangspunkt für weitergehende Recherchen. Die Macher gehen dabei davon aus, dass gerade die Komplexität von Finanzangelegenheiten es den Bürger/innen häufig schwierig macht, die damit verbundenen politischen Fragen zu durchschauen:

Die zentrale Aufgabe eines Parlaments – sei es der Bundestag, die Landesparlamente oder ein Stadtrat – ist die Aufstellung und Debatte eines Haushalts. Dieser zentrale, politische Prozess entscheidet, welche Tätigkeiten der Staat ausführen kann – und welche Leistungen nicht bereitgestellt werden können. Doch Haushalte werden von vielen Bürgern als unverständliche, technische Dokumente verstanden – ein wesentlicher Aspekt politischer Arbeit bleibt damit für viele verschlossen.

Die Visualisierung von „Offener Haushalt“ ist gekonnt und übersichtlich. Wünschenswert wäre aus Sicht des Recherchenjournalisten nur noch, selbst kompletten Zugriff auf die zugrundeliegenden strukturierten Daten zu erhalten. Aber dazu dienen die anderen Websites der Foundation, insbesondere FragdenStaat und OffeneDaten.

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